Habt ihr Regeln, nach denen ihr das Zusammenleben organisiert?
Frederik: Eher nicht, würde ich sagen. Also irgendwie schon, wir haben nur nie drüber gesprochen.
August: Ja, das war gar nicht nötig, oder? Wir achten alle darauf, dass es den jeweils anderen gut geht.
Lara: Absolut. Man nervt sich einfach nicht. Wir machen Dinge gemeinsam, wenn es sich ergibt, aber es ist kein Muss. Wir sehen uns tagsüber kaum: Ich arbeite im Büro, August auch – er ist Berater. Frederik ist im Homeoffice. Wir sehen uns oft morgens in der Küche, dann reden die Jungs zwischendurch immer mal Dänisch oder wir sprechen alle auf Englisch miteinander. Danach startet jeder für sich in den Tag. Wenn ich abends nach Hause komme, koche ich mir was. Da ist August meistens in seinem Zimmer.
August: Ich hab immer das Gefühl, du brauchst da erst mal deine Ruhe, oder?
Lara: Ja, das stimmt. Darüber haben wir auch nie gesprochen, aber ich glaube, das ist eben eine dieser ungeschriebenen Regeln, an die wir uns alle drei halten. Wir zeigen einfach Respekt, weil das für uns selbstverständlich ist. Klar, da ist dann auch mal die Küche so unordentlich, dass man denkt, wenn man jetzt keinen Mitbewohner hätte, wäre es vielleicht sauberer - aber vielleicht wär das gar nicht so.
August: Ich hab auch gar nichts unterschrieben. Hättet ihr gern noch einen Mietvertrag gemacht und habt euch nur nicht mehr getraut zu fragen?
Frederik: Nein, Quatsch – das ist total okay so. Aber es klappt doch auch so super: Du zahlst einfach monatlich einen Anteil an der Miete. Wir hätten uns getraut, dir das zu sagen, aber wir brauchen einfach keinen.